ZWISCHEN SALZBURG UND MÜNCHEN
Forschen und Entwickeln lernen
Forschung und Entwicklung sichern den Wettbewerbsvorsprung. Doch wo lernen MitarbeiterInnen diese Kernkompetenzen? Unter anderem beim neuen Bachelor-Studiengang Ingenieurwissenschaft an der Uni Salzburg.
Momentan brüte ich über der Entwicklung von Solarzellen aus neuen Materialien. Sie sind billiger und funktionieren, hinken aber in ihrer Effizienz noch herkömmlichen Materialien hinterher.“ Herbert Dittrich ist Professor für Materialwissenschaften an der Universität Salzburg, die gemeinsam mit der Technischen Universität München ein neues Kooperationsstudium „Ingenieurwissenschaften“ seit Herbst 2006 anbietet. Sieben Semester dauert die Basisausbildung, ein Masterstudiengang mit den Ausrichtungen Materialwissenschaft, Maschinenbau oder Management kann dann noch draufgesetzt werden. „Vor allem die Branchen Elektronik und Informationstechnologie, Maschinenbau und Produktentwicklung sind vorrangig an unseren zukünftigen IngenieurInnen interessiert“, sagt Dittrich.
Wissenschaftliche ForscherInnen
Noch forscht Herbert Dittrich mit einer kleinen Arbeitsgruppe an seinen neuen Solarzellen. Doch bald werden ihm die StudentInnen der Ingenieurwissenschaft zur Hand gehen. Denn während viele Fachhochschulen in ähnlichen Angeboten verfügbares Wissen vermitteln, will das universitäre Kooperationsstudium ProblemlöserInnen hervorbringen: „Unsere StudentInnen kennen nach ihrer Ausbildung die notwendigen Zusammenhänge, haben Eigenverantwortung und wissen, wie man an die Erforschung und Entwicklung neuer Produkte, Materialien oder Prozesse herangeht.“ Inhaltlich fit werden die AbsolventInnen in Mathematik und Physik, Chemie und Informatik, Materialwissenschaften und Mechanik und vielem mehr sein. Zwölf Wochen müssen die künftigen Diplom-IngenieureInnen in Industrieunternehmen praktisch arbeiten, ein Ringpraktikum im siebten Semester vertieft die wissenschaftlichen Methoden an verschiedenen Forschungsstationen in Salzburg und/oder München. „Neben naturwissenschaftlichen und technischen Begabungen sind deshalb natürlich auch Forschertalente bei uns an der richtigen Ausbildungsstelle“, sagt Dittrich.Zwei Standorte mit Charme
In Österreich ist eine Ausbildung wie dieser Bachelor-Studiengang einzigartig, auch die TU München bietet nichts Vergleichbares an. „Der Charme des Angebotes liegt ganz klar in den beiden Studienorten.Vier Semester werden in Salzburg absolviert, zwei in München und das siebte wahlweise in einer der beiden Städte“, erklärt Herbert Dittrich. An der Salzach genießen die StudentInnen die persönliche Betreuung der Professoren, die TU München lockt mit ihrem Ruf als eine der führenden Universitäten Europas. „Und hier kann man auch Kontakte für die Karriere knüpfen.“Bachelor-Studium der Ingenieurwissenschaft
Standorte: Universität Salzburg
und Technische Universität München
Dauer: 7 Semester (4 in Salzburg,
2 in München und das letzte wahlweise)
Abschluss: Diplom Universität Salzburg
oder TU München
Berufsfelder: Elektronik und Informationstechnologie, Maschinenbau, Produktentwicklung, Produktionstechnik, Automatisierungstechnik, Informationstechnologie, Elektronik
Universität Salzburg
Fachbereich Materialwissenschaften
Hellbrunnerstraße 34, 5020 Salzburg
T 0662.8044-5421 oder 5700
materialwissenschaften@sbg.ac.at
www.uni-salzburg.at
www.tum.de
www.iv-salzburg.at

